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Prostituieren

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On 22.03.2020
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Einige Betreiber von solchen Modellwohnungen setzen gezielt auf diese Art des Angebots, um immer neue Gesichter zu garantieren und damit Kundeninteresse zu wecken.

Zum Teil sind diese Häuser untereinander vernetzt, und die Arbeitnehmerinnen sind in ein Rotationsprinzip eingebunden. Bei Prostitution in Swingerclubs oder sogenannten Partytreffs sitzen die SexarbeiterInnen in einer gewollt wohnlichen Atmosphäre mit den Kunden zusammen.

Hier wird jedoch die Teilnahme von Besuchern, die nicht der Prostitution nachgehen, von den Gästen erwartet. Gewöhnlich wird vom Kunden ein Pauschalbetrag für eine bestimmte Zeit im Voraus bezahlt, der es ihm ermöglicht, mit mehreren SexpartnerInnen zu verkehren.

Kaltes oder warmes Buffet, Getränke sind im Preis enthalten. Eine Extremform fand sich in sogenannten Flatrate-Bordellen, auch Pauschalclubs genannt.

Die Kunden zahlten zu Beginn einen Pauschalbetrag und konnten danach die Dienstleistungen der Frauen unbegrenzt nutzen.

Diese Geschäftsstrategie ist seit Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes im Jahr illegal. In Nachtclubs sitzen Prostituierte als Animierdamen an der Bar.

Einige bekommen Provision, wenn sie mit den Gästen trinken und so deren Konsum fördern. Bei Begleitservice oder Besuchsprostitution Callgirls, Callboys werden Prostituierte direkt über Kontaktanzeigen im Internet und Printmedien oder über Vermittlungsagenturen sog.

Escortagenturen gebucht. Die gewünschte sexuelle Dienstleistung wird beim Kunden zu Hause, in einem Hotel oder in einer separat angemieteten Wohnung erbracht.

Bei gehobenen Escortdiensten gehen die gebuchten Prostituierten unter Umständen auch auf Reise oder lassen sich auf Bestellung ins Ausland ein- und ausfliegen.

Im Internet findet die Anbahnung meist über Erotikportale und Foren statt. Letztere dienen auch dem Austausch über Gütekriterien der Leistung. Zu den bekanntesten Callgirls gehörte Xaviera Hollander.

Angeboten werden eine Reihe von Sexualpraktiken , die in der Regel wegen des Entgelts vorher abgesprochen werden. Prostitution funktioniert nach den Gesetzen des Marktes; somit werden auch die von zahlenden Kunden verlangten Praktiken, Personen und Präferenzen in Bezug auf Geschlecht, Alter, Aussehen, Tätowierungen, Intimschmuck, Haut- und Haarfarbe, Figur sowie körperliche und sonstige Besonderheiten jeglicher Art der Nachfrage entsprechend angeboten.

Diese Szene zählt sich selbst in der Regel nicht zum herkömmlichen Prostitutionsgewerbe. In manchen ostasiatischen Ländern werden auch Menschenaffen für sexuellen Missbrauch angeboten, wobei nicht deutlich wird, ob die Befriedigung sodomistischer Kunden oder die Versklavung der Tiere das Hauptmotiv liefert.

Eine Sonderform der Prostitution stellt das Angebot sogenannter Surrogatpartner auch Sexualassistenz oder Sexualbegleitung genannt dar: Menschen, die aufgrund einer Behinderung keine andere Möglichkeit der sexuellen Befriedigung haben oder mangels eigenen Partners in einer Sexualtherapie niemanden haben, mit dem sie beispielsweise aufgrund einer Potenzschwäche neues Vertrauen schöpfen können, nehmen die Dienste von männlichen oder weiblichen Ersatzpartnern in Anspruch.

Sexualassistenten sind, etwa durch inzwischen existierende spezielle Ausbildungsgänge, auf die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen spezialisiert oder speziell therapeutisch geschult.

Im Gegensatz zu vielen anderen therapeutischen oder behinderungsspezifischen Hilfen obliegt die Finanzierung dieser Dienstleistung in aller Regel den betroffenen Menschen selbst.

Als Bezeichnungen für weibliche Prostitutionskunden haben sich entsprechende weibliche Formen eingebürgert Kundin, Freierin. Wie viele Prostitutionskunden es gibt, ist nicht genau bekannt.

Hochgerechnet auf die männliche Bevölkerung bedeutet dies, dass im Durchschnitt jeder Mann zwischen 20 und 59 einmal monatlich eine Prostituierte aufsucht.

Vorhandene Untersuchungen beschränken sich auf die Institution Prostitution und auf Prostituierte. Dabei überwiegen juristische, medizinische und sozial-hygienische Aspekte.

Die wenigen Untersuchungen, die sich mit der männlichen Nachfrageseite beschäftigen, konzentrieren sich auf kriminologische und psychiatrische Aspekte Kunden als Sexualstraftäter, Kunden migrantischer Prostituierter sowie auf medizinische Fragestellungen wie HIV -Infektionen und auf Machtkonstellationen und Gewaltprävalenz.

Die Rollen in diesem gesellschaftlichen Drama sind in Gestalt des Kunden als männlicher Gewalt- Täter und der Sexarbeiterinnen als hilfloses weibliches Opfer unwiderruflich festgelegt.

Die spärlich vorliegenden quantitativen Ergebnisse unterliegen zudem hohen Unsicherheiten. Für Deutschland haben Kleiber und Velten die Ergebnisse ihrer quantitativ empirischen Untersuchung vorgelegt.

Gleichzeitig ist eine Zunahme des Prostitutionsangebots zu verzeichnen. Zudem führten Kleiber und Velten aus, dass überdurchschnittlich viele Kunden zwischen 20 und 40 Jahre alt, ledig oder geschieden sind und Abitur oder Fachabitur haben oder aus akademisch vorgebildeten Kreisen stammen.

Es werden drei idealisierte Kundentypen präsentiert: 1. Der Playboy, 2. Der Verlierer und 3. Der Familienvater.

Doris Velten hat in ihrer Dissertation im Jahr bei 62 qualitativ-standardisierten Interviews mit Kunden zwei signifikante Alterskohorten bei dem Erstbesuch von Sexarbeiterinnen beschrieben.

Deutliche Unterschiede hinsichtlich Einkommen und Bildung lassen sich allerdings bezüglich der von männlichen Kunden nachgefragten Prostitutionssegmente beobachten.

So ist die Finanzkraft der Kunden entscheidend für das nachgefragte Prostitutionssegment. Ob und wie die Prostitutionsnachfrage umgesetzt wird, ist auch eine Frage des Geldes.

Geld und Sexualität sind daher beides Mangelprodukte, die in der Prostitution getauscht werden. Der Jedermann-Hypothese zufolge gibt es keine hinsichtlich sozialer Merkmale typischen Kunden.

Gerheim schrieb hinsichtlich des Umfangs der männlichen Prostitutionsnachfrage: [61]. Entsprechend werden Kunden mit Vergewaltigern gleichgesetzt, [62] [63] was jedoch in der wissenschaftlichen Diskussion strittig ist.

Demzufolge sind alle Kunden Vergewaltiger, weil sie Frauen missbrauchen, indem sie durch Geld ihre Zustimmung erzwingen. Ein weiterer Ansatz zur Charakterisierung männlicher Prostitutionskunden ist die Pathologisierung.

Demzufolge besitzen männliche Kunden eine verkehrte Sexualität, die krank sei und geheilt werden müsse. Jahrhunderts unterteilt die Kunden in.

Die Erkenntnisse soziologischer und psychologischer Motivforschung über die Gründe männlicher Nachfrage nach käuflicher Sexualität jenseits pathologisierender Psychiatriediskurse sind spärlich und verweisen auf ganz unterschiedliche Motivbündel.

Jüngere Untersuchungsmodelle gehen jedoch davon aus, dass die männliche Nachfrage weniger eine identitäre Zuschreibung oder Rolle ist, sondern sie wird mehr als sozialer Prozess verstanden, der sich in unterschiedlichen Sinnstrukturen untergliedern lässt.

Historisch wird die männliche Nachfrage mit einer Ventilfunktion in Verbindung gebracht. Dem liegt die Vorstellung einer männlichen Dampfkesselsexualität [73] zugrunde.

Der zufolge wird von männlichem Triebstau und Triebabfuhr gesprochen. Diese Vorstellung hat ihre Ursprünge in der medizinischen Säftelehre , nach der die männlichen Genitalien eng mit dem sogenannten uro-genitalen Apparat verbunden sind.

Hinzu kommt die weit verbreitete Annahme, dass Männer im Vergleich zu Frauen einen stärkeren Sexualtrieb haben, der dann eine entsprechende Triebabfuhr erforderlich mache, da ansonsten die Gesellschaft gefährdet sei.

Evolutionsbiologische Erklärungen für die geschlechtsspezifische Dämpfung oder Hyperaktivität, welche als Deutungen für weibliche Monogamie und männliche Promiskuität, Trennung von Sexualität und Emotionalität, qualitative vs.

Conell spricht diesbezüglich von einem Trend zur Annäherung des männlichen und weiblichen Sexualverhaltens.

Für die männliche Sexualität wird ferner eine besondere Objektbezogenheit angenommen. Diesen Objektbezug männlicher Sexualität beschrieb der Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud mit den Worten: Wo sie lieben, begehren sie nicht, und wo sie begehren, können sie nicht lieben.

Sie brauchen Objekte, die sie nicht lieben brauchen, um ihre Sinnlichkeit von ihren geliebten Objekten fernzuhalten.

Prostitution erhält somit eine gegenüber der bürgerlichen Ehe Kompensations- und Surrogatfunktion [78] zur Regulation des männlichen Triebhaushaltes.

Im Widerspruch zur angenommenen Selbstbezogenheit und Objektfixierung des männlichen sexuellen Begehrens stehen allerdings Befunde, denen zufolge das Lustempfinden der Prostituierten ein wesentliches Nachfragemerkmal von Kunden ist und die glaubwürdige Inszenierung der weiblichen Lust und des weiblichen Begehrens ein wesentliches Qualitätsmerkmal der nachgefragten käuflichen Sexualität darstellt.

Die Prostitutionsforscherin Sabine Grenz hat im Jahr anhand von 19 narrativen Interviews zur männlichen Nachfrage nach käuflicher Sexualität die folgenden zentralen Diskursmuster zur männlichen Prostitutionsnachfrage benannt: 1.

Heteronormative Reproduktion von Männlichkeit durch Ausschluss von Homosexualität, 2. Ferner unterscheidet Gerheim hinsichtlich der Einstiegsmotive und der Motive der kontinuierlichen Nachfragepraxis.

Letzteres steht allerdings insoweit im Widerspruch zu vorherigen Befunden, als die tatsächlich nachgefragten sexuellen Praktiken sich nur wenig oder überhaupt nicht von privaten partnerschaftlichen Sexualpraktiken unterscheiden.

Die Gründe, aus denen Menschen sich dazu gezwungen sehen, Sex als Arbeit auszuüben, können sehr unterschiedlich sein und sind oft mehrschichtig.

Die Abgrenzung zwischen Zwang und freiwilliger Berufswahl kann schwierig sein. In wirtschaftlich schwachen Ländern, beispielsweise in Ländern der Dritten Welt, ergreifen die Menschen diese Tätigkeit meistens, weil sie sonst keine andere Möglichkeit sehen, ihren täglichen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Auch freiwillige Prostituierte können bei mangelnder Unterstützung ihres Umfeldes, sei es sozial, gesellschaftlich oder materiell, in Abhängigkeitsverhältnisse gebracht und letztlich in die unfreiwillige Prostitution geraten, aus welchen sie von sich aus nur schwer Wege hinaus finden.

Nicht selten verbindet sich die Prostitution zusätzlich mit anderen kriminellen Tatbeständen wie Zuhälterei, Erpressung und Menschenhandel.

Zuhälter üben oft Zwang auf die für sie tätigen Prostituierten aus, entweder damit sie sich überhaupt prostituieren oder damit sie den gewünschten Anteil an den Einnahmen an ihn oder sie abliefern.

Bei allen Formen der Prostitution können die Prostituierten unter der Kontrolle eines männlichen oder weiblichen Zuhälters stehen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Zuhälter die Prostituierten unter Einsatz von Gewalt oder psychischer Manipulation also durch gezieltes Ausnutzen persönlicher Schwächen , gelegentlich auch suchterzeugender Drogen , in einem Zustand der Abhängigkeit halten; eine besondere gewaltsame Abhängigkeit wird im Fall des Menschenhandels siehe auch Moderne Sklaverei geschaffen.

Betroffen sind häufig ungebildete Menschen aus Zweit- oder Drittweltländern. In solchen Situationen geht der Verdienst ganz oder weitgehend an die Zuhälter.

Eine Gegenleistung wird bestenfalls darin geleistet, indem für den Schutz der Prostituierten in dem oft nicht ungefährlichen Milieu gesorgt wird.

Zuhälter können aber trotz ihrer Kommission dazu führen, dass Prostituierte mit weniger Arbeit mehr verdienen.

So zeigt eine empirische Analyse von Prostituierten in Chicago, dass Zuhälter zahlungskräftigere und -willigere Kunden rekrutieren als Prostituierte alleine.

Auch können Prostituierte mit Zuhälter vor Gewalt von Kunden besser geschützt sein. Am Menschenhandel sind oftmals Mitglieder von kriminellen Vereinigungen oder entsprechenden Organisationen Mafia , Outlaw Motorcycle Gangs und ähnliche beteiligt.

Insbesondere gibt es einen Bereich des grenzüberschreitenden Menschenhandels, bei dem Menschen aus wirtschaftlich schwachen Ländern oder armen ländlichen Gebieten von Menschenhändlern unter Vorspiegelung legaler Arbeitsmöglichkeiten an andere Orte gelockt oder verschleppt werden, wo sie durch körperliche und seelische Gewalt und Freiheitsberaubung in persönliche und finanzielle Abhängigkeit gebracht und dann zur Prostitution gezwungen werden.

Kinderprostitution war bereits im Altertum bekannt. In Ländern wie Deutschland oder den Niederlanden wird das Phänomen der Loverboys beobachtet, die minderjährige Mädchen rekrutieren.

Diese Befunde sind um ein Mehrfaches höher als jene der repräsentativen Bundesstudie aller in Deutschland lebenden Frauen. Interessenvertretungen riefen den Ein Grund für Prostitution kann eine finanzielle Zwangslage sein.

Hieraus entstand der Begriff Beschaffungsprostitution. Schlechte Arbeitsbedingungen, aber auch die fehlende gesellschaftlichen Akzeptanz und damit verbundene Rechtlosigkeit, die dazu führt, dass Sexarbeiterinnen etwa ein Doppelleben führen müssen, werden als Ursache für ein körperliches und psychisches Ausbrennen Burnout gesehen, unter denen einige Prostituierte leiden.

Täter sind aber auch die eigenen Beziehungspartner. Fast die Hälfte war von einer akuten oder stattgehabten Infektion betroffen. In Bezug auf Syphilis und Hepatitis B war der Prozentsatz im Vergleich zu einer sich nicht prostituierenden Kontrollgruppe signifikant erhöht.

Sexuell übertragbare Krankheiten können über einen längeren Zeitraum bestehen und erhebliche Folgeschäden und Folgekosten nach sich ziehen, welche sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Zahl der Kunden und deren weiteren Sexualpartner potenzieren.

Aufgrund der in Deutschland seit vorgeschriebenen Freiwilligkeit der Untersuchung empfiehlt die Studie ein vermehrtes Zugehen auf die Prostituierten und die Schaffung einer langfristigen Vertrauensbasis.

Die hohe Fluktuation bei Prostituierten stehe dem jedoch entgegen. Es konnte allerdings eine hohe Infektionsquote bei Personen festgestellt werden, die erst vor kurzen der Prostitution nachgehen, unter 20 Jahre alt sind, Drogen nehmen, ohne Deutschkenntnisse, nicht alphabetisiert sind, keine Krankenversicherung haben oder auf Nachfrage Sex ohne Kondom praktizieren.

Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, können sich oft auch nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen oder ungewollten Schwangerschaften schützen.

Dennoch warnte der Bochumer Dermatologe Norbert H. Die Bedingungen für einen Ausstieg gestalten sich für Prostituierte im Allgemeinen schwierig, da sich beispielsweise bei Bewerbungen Probleme bei der Darstellung des Lebenslaufs ergeben.

Milieubedingte soziale Abhängigkeiten erschweren eine andere Berufswahl und selbst die Rückkehr in das Heimatland angesichts von hohen Ablösesummen an Zuhälter.

Der Ausstieg scheint für viele Frauen nicht nur finanziell riskant. Ihnen werden meist automatisch negative Eigenschaften zugeschrieben, wie Amoralität oder Würdelosigkeit.

Sie haben einen Randgruppenstatus, da sie nicht den von der Mehrheit der Bevölkerung vertretenden Normalitätsvorstellungen entsprechen.

Im NS-Staat galten sie als asozial. In den meisten Ländern ist Prostitution verboten siehe Prostitution nach Ländern. Eine andere Formulierung hätte den Kritikern zufolge zu anderen Ergebnissen führen können.

Der Besuch bei Prostituierten vollzieht sich jedoch in der Regel meist im Geheimen. Die Bekämpfung der Prostitution wird mit der Sorge um den allgemeinen sittlichen Zustand der Gesellschaft begründet, zugleich aber mit die Durchsetzung bestimmter Wert- und Moralvorstellungen Arbeits- und Ausbildungsverbot für Frauen oder diesbezügliche Beschränkungen, Abtreibungsverbot, Strafbarkeit homosexueller Handlungen usw.

Dazu kommt, dass Prostituierte auch öffentlich stigmatisiert wurden: Im Mittelalter mussten Prostituierte besondere Schleier und Bänder tragen.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden diese systematisch erfasst. In den Konzentrationslagern mussten sie als Asoziale einen Schwarzen Winkel tragen.

Grundsätzlich lassen sich aus rechtlicher Sicht vier Modelle zur Regulierung der Prostitution feststellen: []. In Deutschland ist Prostitution von Erwachsenen, die dieser freiwillig nachgehen, seit dem Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes ProstG am 1.

Januar rechtlich legalisiert. Entsprechend ist auch das Verfügungsgeschäft über dieses Entgelt wirksam. Allerdings ist davon das Verpflichtungsgeschäft zu unterscheiden.

Da die Bereitschaft zu geschlechtlichem Verhalten um der Menschenwürde willen jederzeit widerruflich sein muss, kann ein Erfüllungsanspruch hinsichtlich der Leistung der Prostituierten nicht bestehen.

Prostitution findet je nach örtlicher Sittenverordnung statt. Manche Städte haben Sperrbezirke eingerichtet. Nicht selten bildete sich infolgedessen ein Rotlichtmilieu , wenn nicht gar ein ganzes Rotlichtviertel aus.

Prägnante Beispiele sind in Hamburg-St. Pauli die Reeperbahn oder das Bahnhofsviertel in Frankfurt am Main.

Besagter Gesetzesentwurf sollte im März zur Abstimmung ins Kabinett gelangen und im Sommer endgültig in Kraft treten. Tatsächlich wurde ein neues Prostituiertenschutzgesetz im Sommer mit Gültigkeit ab 1.

Juli verabschiedet. Kritiker der Prostitution bemängeln neben den Gefahren der finanziellen und sexuellen Ausbeutung der Prostituierten Zwangsprostitution oder der Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten unter anderem die auch mit ihrer öffentlichen Akzeptanz verbundene Sexualisierung der Gesellschaft, vor allem aber die Herabwürdigung des Intimbereichs der Person zu einer verfügbaren Ware.

Die Käuflichkeit der sexuellen Dienstleistung laufe zumindest Gefahr, den Menschen selbst zu einem käuflichen Objekt zu degradieren. Gloria Steinem hebt hervor, dass eine Legalisierung dazu führen könnte, dass der Staat Frauen zur Prostitution anhält.

In Nevada habe die Regierung die Prostitution im Vergleich zur Sozialhilfe als Win-win -Situation betrachtet und vorangetrieben, bis dies durch massive Öffentlichkeitsaktionen gestoppt wurde.

Befürworter des Entkriminalisierungsprinzips sind hingegen bemüht, die Prostitution als einen normalen Beruf zu etablieren, dessen Ausübung vor Missbrauch sowie anderen Berufsrisiken zu schützen sei.

Die gelte besonders, wenn nicht die Freier, sondern die Prostituierten bestraft würden. In Deutschland wurde auch eine Altersgrenze diskutiert.

Kritiker befürchteten, dass die bis Jährigen dadurch wieder in die Illegalität gedrängt würden. Die erst im Jahrhundert in der Öffentlichkeit sichtbare Hurenbewegung ist sehr dezentral organisiert.

Als Organisation gegen die Prostitution setzt sich Sisters e. In dem Verein unterstützen Sozialarbeiterinnen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen, Journalistinnen und ehemalige Prostituierte andere Prostituierte beim Ausstieg aus der Prostitution.

Wesentliche Zielsetzung ist die Vermittlung einer realistischen Sicht auf Zustände in der Prostitution, die Prostituierten aktiv beim Ausstieg zu unterstützen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Ausstieg zu verbessern.

Sisters e. Die Gewerkschaft ver. Dabei konzentriert sich die Gewerkschaft auf die arbeitsrechtliche Absicherung von Prostituierten, unter anderem mit einem Muster- Arbeitsvertrag.

Als Netzwerk unterstützen sich die Mitglieder beim Umgang mit Behörden und versuchen die Öffentlichkeit über den Wirtschaftszweig aufzuklären.

Allgemein ist der Organisationsgrad derzeit sowohl auf Arbeits-, als auch auf Kapitalseite noch gering. Das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter bufas setzt sich ein für die dauerhafte Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern, deren rechtliche und soziale Gleichstellung mit anderen Erwerbstätigen sowie die Entkriminalisierung der Sexarbeit.

Die älteste deutsche Selbsthilfeorganisation für Sexarbeiter Hydra befindet sich in Berlin und besteht als Verein seit Im Jahr sind 16 Fachberatungsstellen im bufas Mitglied.

Alle zwei Jahre veranstaltet bufas eine Jahresfachtagung. Ähnliche Projekte beispielsweise beim Verein Madonna in Bochum wurden und werden auch auf kommunaler Ebene zeitweise finanziert.

Der gegründete Arbeitskreis der deutschsprachigen Stricherprojekte AKSD besteht aus acht Mitgliedseinrichtungen deutschlandweit und setzt sich ein für die Verbesserung der gesellschaftlichen und psychosozialen Situation männlicher Sexarbeiter.

Daneben bieten Gesundheitsämter seit eine kostenlose Testung und Beratung im Hinblick auf sexuelle übertragbare Krankheiten an.

Seit existiert der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e. Dieser ist ein Zusammenschluss von Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel.

Hierunter fallen Opfer von sexueller Ausbeutung, Arbeitsausbeutung und Zwangsheirat. Bei den Adeliepinguinen erwerben die Weibchen so die begehrten und schwer zu beschaffenden Steine, die für das gefahrlose Ausbrüten der von ihrem festen Partner der eigentlich für das Steine-Sammeln zuständig ist befruchteten Eier erforderlich sind, damit diese nicht im Schlamm versacken.

Zunächst wird sie am Berliner Zoo entführt und zur Prostitution gezwungen, am Filmende behauptet Milena dann, sie würde es freiwillig tun. Häufig wird Prostitution auch in Romanen thematisiert, beispielsweise in Die Wanderhure von Iny Lorentz , der verfilmt wurde.

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Berlin, Berlin Siehe auch : Prostitution in Deutschland , in Österreich und in der Schweiz. Akademie Verlag, Berlin. Städtische Bordelle in Deutschland — Verfasst von einem Laien.

Carl Hanser Verlag, München , S. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Nicht mehr online verfügbar. In: Quellen zur Geschichte der Menschenrechte.

Arbeitskreis Menschenrechte im Jahrhundert, September , archiviert vom Original am Januar ; abgerufen am Januar November — Rs.

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